Unsere Monopol-Lagen

Die einzelnen Lagen prägen den Charakter des Weines wie kein anderer Faktor, sie schreiben sozusagen seine „DNA“. Das Weingut Christian Reiterer verfügt mit der Monopol-Lage Engelweingarten und dem Lamberg über zwei absolute Spitzenlagen – Terroirs, die beste Voraussetzungen für Top-Weine in Weiß und Rosé bieten.

Lamberg

„Der Lamberg, wo wir inzwischen 18 Hektar Rebfläche bewirtschaften, ist das Herzstück unseres Weinguts“, so Christian Reiterer, der zu diesem traumhaften Flecken Erde auch eine starke emotionale Bindung hat: „Hier habe ich meine Kindheit verbracht – und es gab immer schon Weinbau, das belegen alte Urkunden. Der Keller unter unserem Haus war stets voll mit Wein und Obst“.
Lamberg ist eine Süd- bis Südwestlage, die sich von 470 Metern Seehöhe hinunter nach Wies mit 370 Metern Seehöhe erstreckt und nach Süden hin offen ist, wodurch kühle Winde abziehen können; darum gibt es hier keine Staunässe und kaum Pilzkrankheiten. Grundsätzlich herrschen – ähnlich wie am Pössnitzberg in der Südsteiermark – Opokböden vor; bei diesem auch Mergel genannten Boden handelt es sich um feine, verfestigte Sedimentgesteine. Im oberen, also nördlichen Teil des Lambergs sind die Böden schwer und tiefgründig – hier steht ein eigener Sauvignon-Klon, der die Trauben für den Lagen-Sauvignon Lamberg und den Sauvignon-blanc-Sekt bringt. Im unteren Teil findet man im Untergrund mehr Sandstein, hier stehen zu 90 Prozent Blaue Wildbachertrauben.
Die längsten Rebzeilen am Lamberg messen 250 Meter, daher sind auch Unterschiede in der Vegetation erkennbar. Im obersten Bereich erreichen die Trauben die höchste Reife, ganz unten in der Nähe des Waldes wachsen besonders frische und fruchtige Trauben mit kühler Aromatik. „Wir lesen hier die verschiedenen Bereiche getrennt“, erklärt Christian Reiterer, „dadurch ergeben sich im Keller spannende Kombinationsmöglichkeiten, um für jedes Produkt die optimale Zusammensetzung zu finden.“

Engelweingarten

Die Lage Engelweingarten befindet sich 28 Kilometer vom Lamberg entfernt hoch über Stainz und ist eine Monopollage des Weinguts Reiterer. Rund 1,3 Hektar Rebfläche sind hier mit 40 Jahre alten Blauen-Wildbacher-Rebstöcken bepflanzt, weitere 3,2 Hektar wurden neu ausgepflanzt und brachten mit dem Jahrgang 2016 die ersten Erträge.

Der Engelweingarten ist für Christian Reiterer eine sehr spezielle Lage: „Wenn ich da im Sommer bei 35 Grad ganz oben stehe und hinten auf den Felsen liegen die Eidechsen in der Sonne, dann spüre ich, dass ich hier Kraft tanken kann, die der Berg speichert. Diese Lage, von der aus ich bis zur Koralpe über das ganze Sulmtal bis zur Riegersburg und nach Graz sehen kann, hat für mich etwas Mystisches.“
Der Engelweingarten ist eine sehr karge Lage mit ganz geringer Humusauflage und zeigt seine „Bodenschätze“ schon an der Oberfläche: Bei Sonnenschein sieht man überall das Katzensilber glitzern! Diesem Boden verdanken die Weine ihre tiefe Mineralik, der späten Reife – bedingt durch kühle Winde von der Koralpe – eine besondere Würze und Komplexität.

Das volle Ausreifen der Trauben ist hier dennoch kein Problem, denn der Weinberg ist nach Süden und Osten exponiert und das Gestein im Untergrund speichert die Wärme des Tages und gibt sie in der Nacht wieder ab. Perfekter geht’s fast nicht - kein Wunder, dass der Engelweingarten neben dem Lamberg Christian Reiterers zweite Lieblingslage ist.