Jahrgang 2018

 

Mit Superlativen wie „Jahrhundertjahrgang“ gehen wir – besonders in diesem frühen Stadium – bewusst vorsichtig um. Doch so viel lässt sich mit Sicherheit sagen: Der Jahrgang 2018 wird als großes Weinjahr Geschichte schreiben. 

„Insgesamt bin ich mit dem Jahrgang 2018 nach einem durchaus wechselhaften Vegetationsverlauf sehr zufrieden – sowohl was die Qualität angeht, wo wir wirklich Top-Weine erwarten, als auch mit der Menge“, zieht Christian Reiterer eine rundum positive Bilanz. 

Nach einem leichten Frost Ende April, der aber keine größeren Schäden angerichtet hat, begann das Weinjahr 2018 mit einer normalen, sehr gleichmäßigen Blüte im Mai. Ende Juli und August kam dann die Rekordhitze mit vielen Tagen um die 30 Grad Celsius, was den Rebstöcken aber nicht geschadet hat, da es dazwischen immer wieder geregnet hat und die Reben bestens mit Wasser versorgt waren. 

Die Lese startete in unserem Betrieb am 10. September, also relativ früh, da die Traubenreife, insbesondere bei den Weißweinen, bereits sehr weit fortgeschritten war und wir bestrebt waren, die Frucht und eine frische Säure in den Weinen zu erhalten.

Das Ergebnis sind voll reife Weine mit einer reifen, animierenden Säure, die bereits in ihrer Jugend viel Trinkfreude bereiten. Die Lagen-Schilcher vom Lamberg und Engelweingarten zeigen Würze und Tiefgang und ein Lagen-Sauvignon Blanc vom Lamberg, der die volle Reife dieses Jahrgangs perfekt widerspiegelt, darf noch bis zum Herbst reifen, ehe er auf den Markt kommt. 

Obwohl ein Sturm mit Hagelschlag Mitte September kurz die Hoffnungen auf eine perfekte Ernte trübte, verlief die Lese dann bei warmen Temperaturen und nur geringen Niederschläge unter optimalen Bedingungen und auch die besonders spät gelesenen Blauen Wildbachertrauben von unseren Top-Lagen Lamberg und Engelweingarten konnten in vollendeter Reife eingebracht werden.